Flugreisen sind heutzutage nicht mehr nur das Mittel um einen weit entfernten Urlaubsort zu erreichen. Vielmehr ist ein Flugzeug ein Verkehrsmittel, mit dem Geschäftsreisen realisiert werden können, die mitunter sogar täglich von Nöten sind. Sehr einschränkend kann somit eine Flugangst sein. Wenn die Angst über ein mulmiges Gefühl und feuchte Hände hinausgeht, so sollte man in Erwägung ziehen, sich explizit mit der Flugangst auseinanderzusetzen. Dabei ist nicht immer die Behandlung durch einen Psychologen die beste Methode. Da die Angst vor dem Fliegen oftmals mit der Tatsache zusammenhängt, dass das eigene Leben einer Technik anvertraut wird, auf die man keinen Einfluss hat, bieten Flugunternehmen ein Flugangst Seminar an. Bei diesem Seminar wird nicht nur auf den psychologischen Aspekt der Angstzustände eingegangen, sondern man kann zudem einen Einblick in die Flugtechnik gewinnen. Dazu erhält man Informationen zu erfüllten Sicherheitsstandards oder auch den Prüfvorgängen vor dem Start eines Flugzeuges. Da Psychologen davon ausgehen, dass ein Mensch einer Sache mehr vertraut, die er kennt und versteht, versucht man so dem Patienten das Flugzeug vertraut zu machen. Mitunter ist es sogar in einigen Seminaren möglich, die Flugzeugtechnik in einem Flugzeug zu inspizieren.
Auch der Kontakt zu Flugpersonal ist Teil eines Seminares für Flugangst. Dabei erklärt ein Pilot die Steuerung und die Sicherheit der Instrumente. Dabei ist es sogar möglich, in Flugsimulatoren eine Notsituation nachzustellen, um dem Patienten zu zeigen, wie Sicherheitsmechanismen greifen und wirken.
Nachdem der Patient dann Vertrauen und Verständnis zur eingesetzten Technik erlangt hat, arbeitet man im Seminar mit psychologischen Methoden weiter. Dazu zählen beispielsweise Atemtechniken. Zum Abschluss des Seminares erfolgt in der Regel ein Flug, auf dem der Patient das Erlernte umsetzen soll.

10.Mai 2011
Charlie
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