Unter dem Begriff Heliskiing versteht man eine ganz besondere Art des Skilaufens, die sich weniger durch die Technik der Fortbewegung unterscheidet als vielmehr durch den Ort, an dem der Sport ausgeführt wird, und die Form des Transportes dorthin. Beim Heliskiing werden die Skifahrer nämlich zunächst mit einem Helikopter abgeholt und in große Höhen geflogen, in denen sich noch unberührter Tiefschnee und eine Schneegarantie auch in schneearmen Jahren und in warmen Wintern finden lässt. Diese Strecken sind dabei so gut wie unerschlossen und vom Wintertourismus nicht berührt.
Vor allem letztere Tatsache macht diese Variante des Skifahrens zu einem sehr exklusiven und ausgesprochen kostspieligen Vergnügen. Hat der Hubschrauber die Skifahrer an ihrem designierten Ziel abgesetzt, fahren diese durch den jungfräulichen Tiefschnee hinab. Erfunden wurde das Heliskiing von Hans Gmoser, einem Österreicher, der in den sechziger Jahren beim Skifahren in Kanada nach neuen Möglichkeiten suchte, auch die touristisch nicht erschlossenen Gebiete dieses an Schnee reichen Landes zu befahren und vor allem kommerziellen Angeboten zu erschließen. Dabei war diese Art des Skilaufens von Anfang an für einen elitären Kreis von Skitouristen gedacht, die nach einem besonderen Erlebnis abseits vom Gewöhnlichen suchen. Ein Problem bei der praktischen Durchführung ist natürlich die Sicherheit der Teilnehmer. Zum einen müssen wintertaugliche, sichere Helikopter zum Einsatz kommen. Diese müssen zudem von zuverlässigen, mit dem Fliegen in Bergnähe vertrauten Piloten bedient werden, die im Gebirge auch ohne Instrumentenflug zurechtkommen. Zudem muss jede Gruppe ausnahmslos von einem Heliguide begleitet werden, der oft zusätzlich auch Bergführer ist, und zuvor selbst eine Einführung in die Sicherheitsmaßnahmen und dem Verhalten in Notfällen durchlaufen hat.
Passende sportliche Programme findet man in Kanada, im Nordosten Russlands und an einigen wenigen Orten in der Schweiz. Vor allem in Russland liegt der besondere Reiz dieser Skisportart im Befahren noch aktiver Vulkane bis zu einer Höhe von zweitausend Metern. Allerdings gerät diese Sportart auch zunehmend in die Kritik von Umweltschützern, die eine Zerstörung ansonsten unberührter Natur fürchten, da die Skifahrer sich über unbefestigten Pisten absetzen lassen.

7.Oktober 2011
Charlie
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